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MOTORRAD 8/2020: Das Ende der Dauertest-GoldWing



Das Ende einer Dienstfahrt: Damit die GoldWing möglichst schnell zu ihren 100'000-Dauertest-Kilometern kommt, beteiligen sich viele Fahrer. Nun wurde ausgerechnet dem ex-Test-Fuhrpark-Chef die Fahrt abgeschnitten und nur dank dem Airbag nicht schwer verletzt. Den Airbag gibt es einzig auf der GoldWing und bei diesem Unfalltyp hat er den Fahrer vor gröberen Verletzungen schützen können, zum Glück! Ob der Dauertest weitergeht? Bis jetzt konnte ich in MOTORRAD noch nichts dazu lesen.



Der Vorderteil der Gold Wing Tour wurde eingestaucht (offenbar abgebrochen), der Airbag öffnete sich und hielt den Fahrer vom Direktanprall zurück. Im nächsten Bild die Schäden des Opel Antara, der ihm den Weg abgeschnitten hat.



So ein Unfall geht ganz schnell! Er kann jedem passieren, der sich mit einem Töff in den Verkehr begibt. Während der Corona-Zeit rieten die Behörden davon ab, Motorrad zu fahren, weil die Notfall-Betten für die Corona-infizierten Notfälle frei bleiben sollten. Dies stiess nicht bei allen Töfffahrern auf Verständnis. Entsprechende Kommentare sammelte MOTORRAD auf der Community-Seite.

Die Meinung der MOTORRAD-Community (Heft 9)



Ein Bild mit Vergangenheit, auf dem Heimweg



Auch ich rief in einem Mail vor den Ostertagen dazu auf, auf «Töff-Fährtli» zu verzichten. Nach dem Mail erledigte ich noch ein paar Dinge, ging (vor den Feiertagen) nochmals einkaufen und fuhr etwa um halb 5 Uhr los, um im Geschäft meine Homepage zu aktualisieren. Ich fuhr meinen gewohnten Weg wie immer zur Arbeit, über die Alte Landstrasse, überquerte die Gemeindegrenze zu Rüschlikon und bog dann am STOP in die Nidelbadstrasse ein. Im Moment war kurz nach der Gemeindegrenze eine Baustelle, wo bereits zwei Autos vor dem Rotlicht warteten. Als es weiterging, hatte es wohl nach Arbeitsende für die meisten hinter meinem Rücken eine Kolonne gegeben. Das unmittelbar vor mir fahrende Auto bog in die Weingartenstrasse ab und die Strecke bis zum STOP vor mir war frei.



Dort hielt ich (wie es sich für einen Fahrlehrer geziemt) vollständig an, doch bevor ich dazu kam, nach links zu schauen, gab es einen heftigen Stoss von hinten, die Armaturen tauchten vor meinem Gesicht auf, ich kippte nach hinten, und dann krachte die Maschine auf die Strasse und rutschte mit mir auf dem Sattel sitzend in den Randstein hinein. Der Motor lief immer noch, offenbar war der Gang rausgesprungen. Ich kroch hervor, hielt mein Kreuz, wo ich von der gut gepolsterten Sitzbank einen heftigen Schlag bekommen hatte und der rechte Fuss tat weh, der war wohl irgendwie abgeknickt worden.



... die Armaturen tauchten vor meinem Gesicht auf!



Der Lenker des Autos, welches nach dem Aufprall bündig zur Stopp-Linie stand, entschuldigte sich: Er hätte nach links geschaut, um zu schauen, ob ein Auto kommt. Offenbar hatte er nicht damit gerechnet, dass ich ganz anhalten würde. «STOP ist STOP», sagte ich wohl in meinem Fahrlehrer-Ton. So kurz vor den Feiertagen einen Unfall zu erleiden, wünscht sich niemand: Aber genau diese Zeiten vor längeren Feiertagen, sind wie der Freitagabend jeweils, am meisten mit Unfällen belegt. Ich sicherte mir, nachdem ich die ersten drei Fotos geschossen habe, noch den Zeugen hinter dem Unfallwagen, der den ganzen Unfall direkt mitbekommen hatte. Nach ein paar weiteren Fotos der Fahrzeuge stellten wir die GoldWing auf das Trottoir und der Betroffene seinen Wagen zur Seite, damit sich der Verkehr wieder frei bewegen konnte. Ah, noch etwas: Als ich die ersten Worte mit dem Unfallfahrer wechselte, fragte eine Autofahrerin, ob es etwas zu helfen gäbe. Das fand ich doch nett! War es wohl der Mini auf dem 1.Bild?

Kreuzung Alte Landstr./Nidelbadstr. Rüschlikon

... von Thalwil her kommend! Von meinem Zuhause sind es bis dort genau 2 km! «Wo passieren die meisten Unfälle?» frage ich jeweils meine Fahrschüler/innen. "Just around the corner!" oder in Deutsch: Gleich um die Ecke, richtig! Das ist auch der Grund, dass man nie auf die Schutzbekleidung verzichten sollte. Denn dort ist man am meisten gefährdet.



Endposition der Fahrzeuge: Nach dem Aufprall stand das Unfall verursachende Fahrzeug bündig an der Stopp-Linie, die GoldWing machte sich selbständig auf eine etwa 10 Meter-Fahrt. Alles ging blitzschnell, ich war ein Spielball der Kräfte. Aufgrund der Spuren krachte sie auf den Sturzbügel rechts nach etwa 3-4 Metern Wheelie, nach rechts abkippend.

Die Schäden entstanden durch das Eindrücken des Sturzbügels im freien Fall und anschliessend beim Aufprall an den kantigen Randstein – das ist der Knick im Rohr. Die Schäden am Heck sind ohne Abbau der Koffer nicht von aussen sichtbar, alles ist etwas verschoben, ohne eingedrückte Lichter.

Hilfe beim Verladen der Aspencade in den Bus

Nachdem wir die Scherben weggeräumt hatten, machten wir, da weder er noch ich ein Internationales Unfallprotokoll dabei hatten, gegenseitig Fotos von Führerausweis und Fahrzeugausweis. Für mich war es beruhigend zu wissen, dass er ebenfalls bei der Zürich versichert ist. Ein Polizeirapport ist nicht notwendig, wenn niemand gröber verletzt ist. Glücklicherweise hatte ich meinen HiAce-Bus in Thalwil stehen und R. brachte mich nach Hause, um ihn zu holen. Er half mir dann auch die GoldWing zu verladen, bevor wir uns verabschiedeten. Ich brachte sie wieder dorthin zurück, wo ich sie vor 2 Wochen aus dem Winterquartier abgeholt hatte. Sebi ist mit seiner Frau auf Teneriffa, nur dort darf niemand aus dem Haus, nicht einmal zum Einkaufen. Wann sie auf dem Landweg wieder zurückkommen können, steht noch in den Sternen. Wahrscheinlich werde ich mich halt nun über längere Zeit mit der alten 1000er-GoldWing, die inzwischen 43 Jährchen auf dem Buckel hat, begnügen, wenn ich «einen Transporter» brauche. Und ob die Aspencade überhaupt repariert werden kann, hängt vor allem vom verdeckten Schaden im Heck ab: Der Schlag muss riesig gewesen sein, wenn der Töff sich so hoch aufbäumt beim Losfahren! Nicht lachen, eine GoldWing im Wheelie ist wohl eher selten … Doch ich hatte Glück im Unglück, denn was wäre wohl passiert, wenn in diesem Moment ein Auto von links gekommen wäre. Dann hätte ich wohl das im Eingangstext erwähnte Intensivbett belegt. Und nachdem ich anlässlich der letzten Stella Alpina einen Frontalcrash überlebte, meint Karin, die es mit mir gut meint, ob ich nicht doch wohl das ganze Hobby überdenken müsste. In meinem Fall wäre es nicht nur das Hobby, sondern meinen geliebten Beruf.

2020: Zum Bericht «klick»e aufs Bild!

Was ich mit der Aspencade alles erlebte, ein «Rückruf» auf meine alte GoldWing! «Klick»e aufs Bild! 


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